Eine meiner Überzeugungen ist, dass jeder nach dem für sich perfekten Job suchen sollte. Ob das eine Festanstellung ist oder nicht, ob das Teil- oder Vollzeit, eine Führungsposition oder Sachbearbeitung, körperliche oder geistige Arbeit oder eine Mischung aus all diesen Dingen ist: Das ist eigentlich nicht so wichtig. Wichtig ist: Was entspricht DIR? Was sind deine Überzeugungen, Talente, Leidenschaften? Was ist genau DEINE Karriere?

Nun ist es leider so, dass die Suche nach dem perfekten Job eigentlich nie so richtig vorüber ist. Die persönliche Zielsetzung kann genauso volatil sein wie der persönliche Geschmack. Der Traumberuf ist also weniger ein feststehendes Ziel als ein langer Weg. Und dieser Weg kann langweilig, frustrierend, einengend und quälend sein. Oder er kann spannend, lehrreich, herausfordernd und lustig sein.

Doch wie findest du den richtigen Weg, um deine Karriere so zu gestalten wie sie sein soll? (Oder, um konkret zu sein: Deine nächste Karriere …)

Schritt eins: Was willst du eigentlich?

Das ist, wenn ich ehrlich sein soll, der schwierigste Schritt. Dies hängt eng mit deinem individuellen Profil zusammen, mit deinem innersten Wesen. Herauszufinden, wer man eigentlich ist, ist eine Lebensaufgabe. Hier sind drei Fragen, die helfen können, herauszufinden wo es hingehen könnte:

  1. Was ist das Beste, was dir beruflich bisher widerfahren ist, bzw. was war der Moment, als du beruflich am zufriedensten warst?
  2. Was würdest du tun, wenn man dir 1 Million Euro geben würde und du nicht mehr arbeiten müsstest?
  3. Stell dir vor, du bist 67 und gehst in Rente. Es gibt eine Abschiedsfeier. Ein paar alte Weggefährten reden über dich und dein Lebenswerk. Was würdest du gerne von ihnen hören?

Schritt zwei: Wo stehst du jetzt?

Das ist ein zweigeteilter Schritt: Zum einen ist es wichtig zu wissen, was an der jetzigen Situation schon gut läuft und ggf. behalten werden sollte – und wenn es nur das Gehalt ist.

Zum anderen findest du in deiner jetzigen Situation Ressourcen für die Veränderung:

  • Hast du Geld auf der hohen Kante?
  • Welche Personen kennst du?
  • Was bringen Ausbildung und Berufserfahrung?
  • Welche individuellen Stärken hast du?

Schritt drei: Welche Optionen stehen dir offen?

Schau dir deine aktuelle Situation aus Schritt zwei an und vergleiche sie mit deinem Ziel aus Schritt eins. Welche Optionen ergeben sich aus deinen Ressourcen, um dich in Richtung deines Ziels zu begeben?

  • Kannst du vielleicht ein paar Monate ohne Arbeit überbrücken, um dich zu verändern?
  • Oder kennst du jemanden, der dir entsprechende Türen öffnen kann?
  • Kannst du Teile deiner Berufserfahrung in einem anderen Bereich nutzen, um dort Fuß zu fassen?

Schritt vier: Was wirst du tun, um DEINE KARRIERE zu gestalten?

Schau dir jetzt die Optionen aus Schritt drei an. Es kann sein, dass manches davon deutlich außerhalb deiner Komfortzone liegt – das ist ok. Wenn dir die Schritte zu groß oder gewagt sind: gibt es kleinere Schritte in die richtige Richtung? Wenn du dich z.B. nicht gleich für ein paar Monate ins Risiko begeben willst: Kannst du nebenberuflich versuchen, etwas aufzubauen? Oder vielleicht reicht es als Beginn, mit einem Kontakt einen Kaffee trinken zu gehen – ganz unverbindlich?

Egal, was der erste Schritt ist: Plane ihn und gehe ihn. Und was danach kommt? Das siehst du dann schon – du musst jetzt noch nicht alles planen: Karriere ohne Planung, das geht.

Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich. Paulo Coelho

  

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