Hilfe, ich will ein neues Leben!

Du willst ein neues Leben?

Stell dir mal vor, du könntest dein eigenes Leben aufschreiben, und immer wenn dir was nicht gefällt, einfach das Manuskript zerreißen und von vorne anfangen.

Das wäre großartig! Oder?

Wer schon mal an dem Punkt war, an dem er dachte, dass anders definitiv besser wäre, weiß wie verlockend der Gedanke ist, auszusteigen, was neues zu studieren oder einfach im Lotto zu gewinnen. Er weiß vermutlich auch, wie schwer es ist, sein Leben „einfach so“ zu ändern.

Schlechte Romane und schlechtes Leben

Wenn ein Autor einen Roman entwickelt, hat er eine grobe Geschichte im Kopf, vielleicht vergleichbar mit einem Reiseplan. Er hat also eine ungefähre Idee, was wann passieren soll, und wann die Geschichte links oder rechts abbiegt. Der Autor weiß, welche Entscheidungen der Held wann zu treffen hat.

Nun muss er die Geschichte so schreiben, dass jede dieser Entscheidungen Sinn ergibt, also Schritt für Schritt vom Leser nachvollziehbar ist. Vor diesem Hintergrund baut der Autor nun eine Geschichte – im Idealfall passiert auf jeder Seite etwas, das dem großen Ziel des Romans dient, und gleichzeitig aber spannend und unterhaltsam zu lesen ist.

Ich habe schon immer gerne gelesen. Viel Fantasy, ab und zu einen Krimi, manchmal einen Thriller, früher Horror, immer wieder mal was aus den aktuellen Literaturempfehlungen, mittlerweile auch viele Fachbücher.

Alle Bücher, die ich lese, haben bei mir 50 Seiten lang die Chance, mich zu überzeugen. Wenn sie das nicht schaffen, lese ich sie nicht weiter. Das gilt besonders für Belletristik. Ich finde, meine Zeit ist zu schade, um sie mit schlechten Büchern zu verschwenden, gerade weil es ja so unendlich viele gute Bücher gibt.

Ein schlechtes Buch kann ich weglegen, ein schlechtes Leben aber nicht. Allerdings kann ich ein schlechtes Buch auch nicht ändern. Wie ist das bei dem schlechten Leben?

Lust auf neues Leben?

Ich finde, du hast eigentlich ziemlich viele Möglichkeiten, was zu ändern:

1. Dein Leben ist gar nicht so schlimm

Vielleicht ist ja alles gar nicht so schlimm.

Manchmal hilft es, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, in den Wald oder den Park zu gehen und alles gründlich zu überdenken. Mir hilft es dabei, etwas zum Schreiben dabei zu haben und mich irgendwann auf eine Bank zu setzen. Dort mache ich dann zwei Listen: eine Liste der guten Dinge, und eine Liste der schlechten Dinge in meinem Leben.

Das hilft, eine ganz neue Perspektive auf die Situation zu bekommen. Manchmal sehen wir nämlich auch nur den Wald vor lauter Bäumen nicht, und haben eigentlich ein schönes Leben. Vielleicht bist du ja auch gestresst und brauchst nur eine Auszeit?

2. Ok, das Leben ist doch schlimm. Kannst du es ändern?

Je nachdem, was dich aktuell stört, kannst du versuchen was daran zu ändern.

Dafür kann es helfen, wenn du herausfindest, in wo dein Leben gut läuft, und wo nicht:

  • Familie und Beziehung
  • Finanzielles
  • Beruf und Berufung
  • Hobby und Freizeit
  • Spirituelles, was immer das für dich bedeutet
  • Körperliches
  • Freundschaft
  • Intellektuell

Vergib pro Kategorie 1-5 Punkte (1= schlecht, 5= sehr gut).

Im Idealfall sind diese Bereiche alle im Gleichgewicht und dabei möglichst gleich stark ausgeprägt. In der Realität ist dies aber sehr selten der Fall. Wenn du nun schwarz auf weiß vor dir siehst, wo es hapert, kannst du auch anfangen, nach Änderungsmöglichkeiten zu suchen.

Oft kann es dabei helfen, Ressourcen (Zeit, Geld, Kraft) bei den Bereichen zu „sparen“, die überdurchschnittlich laufen.

3. Das Leben ist einfach schlimm, und ich kann nichts dagegen unternehmen.

Es gibt Situationen, in denen man an den schlimmen Umständen einfach nicht so einfach etwas ändern kann – Krankheit oder der Tod eines Angehörigen zum Beispiel. In diesen Fällen ist es immer eine Herausforderung, damit umzugehen. Ich kann nur raten – such Dir Unterstützung, durch Freunde, Familie, oder auch von einem Profi.

Was alle drei Fälle gemeinsam haben: Sie machen dich reicher an Erfahrungen, Kenntnissen und Geschichten.

Wie im oben beschriebenen Roman kannst du versuchen, aus allen Episoden deines Lebens gestärkt hervorzugehen, etwas daraus zu lernen, deine Einstellung zum Leben zu überdenken oder dich aktiv auf die Suche nach möglichen Veränderungen zu machen. Mach deine eigenen Regeln für deine Karriere!

Dann kann dein neues Leben wie ein gutes Buch werden:

Jede Seite, egal wie positiv oder negativ, bringt etwas Gutes und trägt dazu bei, letztendlich eine Geschichte zu erzählen, die man gerne bis zu Ende liest.

 

Du bist dran!

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

Photo by Ankur Khanna on Unsplash

2 Comments

  1. Toll geschrieben, liest sich super und inspiriert.

    • Danke Micha, freut mich.

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Florian Sußner

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