Unglücklich im Job? 5 Dinge, an die Du jetzt auf keinen Fall denken solltest

Du bist unglücklich im Job? Doof für dich.

Doch, wirklich. Ich finde das schade, weil es ja auch anders sein könnte und du jederzeit ein neues Kapitel im Abenteuer Berufswahl beginnen könntest.

Also, ich hatte dir 5 Dinge versprochen, an die du auf keinen Fall denken solltest. Hier sind die ersten 4, einfach nur um dich ein bisschen zu ärgern:

  1. Hitzefrei
  2. Sommerurlaub
  3. Grillen am See
  4. Deine Neujahresvorsätze

So, das wäre erledigt. Nun schulde ich dir nur noch eine Sache, an die du besser nicht denkst. Hier ist sie:

  1. Die Möglichkeit, Dich endlich selbständig zu machen.

Unglücklich im Job? Mach doch was du willst.

Wenn du meinen Blog kennst wirst du sagen: Na klar, das musste ja kommen. Und du hast Recht!

Ich finde, es lohnt sich, das immer wieder klarzumachen: Man kann jederzeit seine Festanstellung aufgeben und in die Selbständigkeit gehen. Das gilt besonders dann, wenn man ohnehin schon lange mit einer Idee im Kopf spielt.

Bei mir selbst war es damals so, dass ich schon lange wusste, dass ich mich selbständig machen wollte. Dennoch vergingen noch Monate, bis ich den Schritt endlich machte. Warum? Keine Ahnung – ich glaube, ich brauchte noch Zeit, um den Mut zu fassen. Immerhin war ich gerade eben erst Vater geworden. Aber schließlich war es soweit – ich machte mich selbständig.

Ich habe dir in diesem Post 5 Dinge versprochen. Irgendwie aber habe ich mich dann rausgeschummelt, ich weiß. Daher nun doch noch 5 Dinge.

5 Dinge, die passieren müssen, bevor du den Schritt in die Selbständigkeit wagst:

  1. Du bemerkst, dass du aus irgendeinem Grund in deinem Job nicht (mehr) glücklich bist.
  2. Der Gedanke schleicht sich in deinen Kopf, dass es ein Leben außerhalb der Festanstellung geben könnte.
  3. Du überlegst, womit du dich selbständig machen könntest. Und da: Es fällt dir ein.
  4. Du recherchierst, um Pro und Kontra abzuwägen.
  5. Die Summe aus Leidensdruck im alten Job und Reiz der neuen Selbständigkeit ist größer als deine Angst und deine Bedenken.

Und dann: Zack!

Eines Tages ist es soweit. Du beobachtest wie im Film, wie du dir im Internet eine Vorlage für ein Kündigungsschreiben ausdruckst. Du passt die Vorlage an und trägst deine Daten ein. Für den Austritt wählst du den nächstmöglichen Kündigungstermin. Und dann wankst du, mit dem Zettel in der Hand, zum Büro deines Chefs …

Und plötzlich bist du deinen sicheren Job los.

Weißt du, welchen Schritt ich oben bei meiner Liste ausgelassen habe? Einen ganz entscheidenden habe ich dir nämlich untergejubelt, ohne es vorher zu verraten. Es gibt eine total wichtige Voraussetzung, um mental dahin zu kommen, dass du wirklich kündigen könntest:

Zunächst musst du es dir in Gedanken vorzustellen.

Wenn du in der Lage bist, in Gedanken dein Kündigungsschreiben auszufüllen, zu unterschreiben und deinem Chef auf den Schreibtisch zu knallen: Was hält dich dann noch ab, es wirklich zu tun?

Wo die Angst ist, geht’s lang

Eines hält mich in so einem Fall immer noch eine Weile zurück: Die Angst. Denn aus der Sicherheit heraus etwas zu machen, das mit mehr Risiko behaftet ist, macht natürlich Angst. Diese Angst, sie sorgt natürlich dafür, dass man eine solche Entscheidung ernst nimmt und mental voll da ist. Sie hat aber noch eine Funktion: Sie ist ein Wegweiser.

Die Angst zeigt uns, wo es hingehen könnte. Sieh es wie ein Abenteuer: Mein Weg führt durch einen dunklen Wald, und dahinter wartet eine Belohnung. Ich will die Belohnung, weiß aber nicht, ob ich mich den Gefahren des Weges stellen kann. Ist die erwartete Belohnung größer, also die erwarteten Gefahren? Die Angst kann mir dies nicht beantworten, sie kennt kein Maß. Die Antwort wartet lediglich im Tun. Also: Hin, wo die Angst ist, und herausfinden, ob sie berechtigt ist.

Die Erfahrung zeigt tatsächlich, dass wir uns oft zu viel Sorgen machen. Also, nur Mut, und zeig was in dir steckt.

 

Du bist dran!

Fällt es dir leicht, was sicheres gegen was aufregendes aufzugeben? Oder überwiegt für dich immer der Ruf des Abenteuers?

Ich bin auf deinen Kommentar gespannt!

 

 

(Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay)

2 Comments

  1. Hallo Florian,
    ja, genau ist es! Genau so war es bei mir – ich kann das alles nur unterschreiben. Besonders das mit der Angst. Mir war regelrecht übel und ich hatte quasi einen Nervenzusammenbruch, als ich meine Kündigung geschrieben hab! 😉
    Aber: Danach geht es einem so gut. Man fühlt sich so leicht und mutig und klug.
    Und klar, natürlich kam die Angst am Anfang der Selbstständigkeit bei mir immer wieder mal hoch, aber wie Du schon sagst: Wir machen uns alle viel zu viel Sorgen, und wir müssen alle lernen, uns weniger Sorgen zu machen. Ich hab das gelernt. Das Nicht-Sorgen-machen. Also noch bin ich nicht perfekt darin, aaaaaaber: Schon ziemlich gut. 🙂
    Liebe Grüße!
    Nina

    • Hallo Nina,
      ja, das kann beängstigend sein. Und es ist wirklich eine Herausforderung, sich nicht zu viele Sorgen zu machen, sondern das zu genießen, was man als Selbständiger hat. So gesehen – ich werde auch besser.

      Danke für Deinen Kommentar.
      Florian

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Florian Sußner

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