Dies wird ein kurzer Post, schließlich steht der Urlaub an.

Denn, schon klar: Der Urlaub ist dazu da, um sich von der anstrengenden Arbeit zu erholen, also um einfach mal nichts zu tun. Du gibst ja den Rest des Jahres 100%, dann hast du es dir jetzt verdient, auch mal 0% zu geben. Das ist das übliche Konzept von Urlaub und Erholung.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Bei mir ist es so: Ich genieße es 1-2 Tage, nichts zu tun. Spätestens am 3. Tag aber werde ich unruhig und möchte eine Aufgabe haben. Im Urlaub sind das bei mir dann Bücher, Spiele und Ausflüge – am besten zusammen mit meiner Family.

Dennoch glaube ich eigentlich, dass das gar nicht so funktioniert, das so zu trennen. Irgendwo tief im Unterbewusstsein findet trotzdem eine gewisse Beschäftigung mit dem Leben zu Hause, mit der Arbeit und der eigenen Zukunft statt. Der Unterschied ist der: Im Urlaub gewinnst du Abstand, und dein Gehirn muss nicht ständig neue Impulse aus dem „normalen Leben“ mit einbauen und verarbeiten.

Und das ist eine Chance: Lass dein Unterbewusstsein dir einen konkreten Dienst erweisen, indem du ihm eine Aufgabe mit in den Urlaub gibst, bei der du endlich Klarheit gewinnen möchtest. Diese Aufgabe sollte als Fragesatz formuliert sein, z.B.: „Welchen Job soll ich mir suchen?“, oder „Soll ich mich auf die Teamleiter-Stelle bewerben?“, oder „Was will ich eigentlich im Berufsleben erreichen?“, oder „Fang ich an, ein Buch zu schreiben?“.

Endlich Klarheit durch Urlaub

So machst du das: Nimm dir ein Blatt Papier und notiere dir die Frage in großer Schrift auf diesem Papier. Dann verstau das Papier an einer Stelle auf deinem Schreibtisch (oder auch: Nachtkästchen), wo dir der Zettel gleich wieder in die Hand fällt, wenn du zurückkehrst.

Und jetzt: Ab in den Urlaub. Du musst dich nun für die nächsten Tage oder Wochen nicht mehr um den Zettel oder die Frage darauf kümmern – vertrau deinem Unterbewusstsein, das wird sich drum kümmern.

Durch den Zettel passieren zwei Dinge: Zum einen richtest du dein Unterbewusstsein auf eine Frage aus, die für dich bedeutsam ist. Und zum anderen erlaubst du dir, dich im Urlaub mit dieser wichtigen beruflichen Frage nicht mehr aktiv zu beschäftigen, weißt du doch, dass nach deiner Rückkehr ein Zettel auf dich wartet.

Und dann: kehre zurück, finde den Zettel, lies die Fragestellung, erinnere dich, warum du sie aufgeschrieben hast. Schau mal, was du merkst. Hast du eine Erkenntnis gewonnen? Hast du ein Bauchgefühl, in welche Richtung du tendierst? Siehst du die Fragestellung in einem neuen Licht?

Egal, was dir durch den Kopf geht: dreh den Zettel um und schreib es auf!

Bis bald

Und jetzt, liebe Leserin oder lieber Leser, verabschiede ich mich in den Urlaub. Im August kommt noch ein Interview mit dem spannenden Robin Hädicke vom ebenso spannenden Theater-Performance-Gaming-Projekt machina eX.

Danach geht’s weiter im September. Ich schreib jetzt noch meinen eigenen Zettel mit einer Aufgabe ans Unterbewusstsein.

Wenn du magst, schreib mir doch mal, welche Erkenntnisse es für dich gebracht hat.

Und dann: Schönen Urlaub!

 

Du bist dran!

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

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